Aktuelles — Vortrag Jörg Scholze
11. Oktober 2004
Jörg Scholze
Agentur für Arbeit Hameln, Abschnittsleiter für berufliche Rehabilitation und Schwerbehindertenangelegenheiten
Was wäre, gäbe es die Integra nicht?
Gäbe es die Integra nicht,
- wären 369 Rehabilitandinnen und Rehabilitanden weiter arbeits- und perspektivlos,
- würde es im Bereich der AA HM eine Eingliederungsmöglichkeit weniger geben,
- würden die Träger der beruflichen Rehabilitation ihren Kunden weniger Eingliederungsmöglichkeiten anbieten können,
- würden mehr als 200 Personen in den AAen Hannover und Hameln noch immer Arbeitslosenhilfe bzw. Sozialhilfe beziehen,
- wären 168 Männer und Frauen nicht in Arbeit,
- hätten mehr als 100 Betriebe keine zuverlässigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
- würden die Sozialkassen nicht entlastet,
- wäre kein neuer Betrieb in Lüdersfeld entstanden,
- wären dort nicht 11 neue Arbeitsplätze geschaffen worden,
und, und, und.
Die Aufzählung ist nicht vollständig und kann um eine Vielzahl von weiteren Pluspunkten erweitert werden.
Die Integra ist also ein wichtiges Mosaiksteinchen im gesamten Rehabilitationsgefüge. Ich gehe soweit, dass ich behaupte, sie ist nicht mehr daraus wegzudenken. Sie wird zwischenzeitlich nicht nur von allen Trägern der beruflichen Rehabilitation, sondern auch von der AA Hannover in Anspruch genommen. Das Tätigkeitsspektrum erstreckt sich nunmehr schwerpunktmäßig auf die Landkreise Schaumburg, Hameln-Pyrmont, Holzminden und auf die Region Hannover, aber in Einzelfällen auch auf ganz Niedersachsen, den nördlichen Teil von Nordrhein-Westfalen und auf Sachsen-Anhalt.
Ist nun die Integra etwas Besonderes?
Meiner Meinung nach nein und ja zugleich.
Nein , da die Integra eine Bildungseinrichtung - fast - wie jede andere ist. Es ist nichts Besonderes zu sehen.
Ja , da in der Integra ein besonderer Geist herrscht und auch zu spüren ist.
Die Devise, dass möglichst alle Teilnehmer mit einer Perspektive die Einrichtung verlassen, wird gelebt und konsequent seit 1989 umgesetzt.
Ein lückenloser Informationsfluss innerhalb der Einrichtung und zu den Kostenträgern gewährleistet, dass Entscheidungen zeitnah getroffen und umgesetzt werden.
In die Betreuung der einzelnen Teilnehmer werden Eltern, Angehörige, Ärzte, Therapeuten, Behörden, Betreuer und andere mehr mit eingebunden - sofern dies nötig ist. Dies ermöglicht eine abgestimmte Vorgehensweise und konsequentes Handeln.
Regelmäßige und zeitnahe Teamberatungen sowie Fallbesprechungen zeigen den Teilnehmern, dass die Kostenträger und die Integra eng und vertrauensvoll zusammenarbeiten.
Enge Kontakte zwischen Arbeitgebern, die Integra-Teilnehmer aufgenommen haben und dem Bildungsträger, gewährleisten ein zeitnahes Handeln bei Problemen und sichern auf diese Weise sehr oft den Erhalt von Arbeitsplätzen.
Das Konzept Integra wird kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt, um sich ständig den Erfordernissen der Gesellschaft und der Arbeitswelt anzupassen.
Auch diese Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen.
Tatsache ist, dass das Arbeiten mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Integra schon etwas Besonderes ist.
Menschen, denen unter anderen Umständen Langzeitarbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und manches andere mehr drohen würden, gehen häufig in Arbeit und werden zu Beitragszahlern. Dies war in der Vergangenheit und gerade heute schon etwas Besonderes.
Im Namen der Agentur für Arbeit Hameln wünsche ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, aber auch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern alles Gute und weiterhin eine glückliche Hand bei der Integration auf dem ersten Arbeitsmarkt.
Jörg Scholze



